14. August 2012
von xeniC
Keine Kommentare

Bundesliga-Stöckchen 2012/13

Nach dem es hier in letzter Zeit etwas ruhiger geworden ist, befreie ich den Blog dann heute endlich mal von seiner Sommerstaubdecke. Das BL-Stöckchen habe ich dieses Jahr übrigens bei Fräulein PatschBella entdeckt. Original(?) nach wie vor von Fräulein Pleitegeiger.

Dein Verein heißt:

FC Bayern München. Wisst ihr doch mittlerweile, oder?

Wie lautet das offizielle Saisonziel, sofern es bekannt ist?

Meistertitel. Außer unter Matthias Sammer hat man kurzfristig das Saisonziel revidiert.

Wie lautet DEIN Saisonziel für deinen Verein oder deine Vereine?

Ich habe ja mehrere. Meistertitel für uns. Dortmund bekommt nur Blümchen. In einem Fall haben wir das ja schon geschafft. Im tollen und immens wichtigen DFL Supercup. Darf gerne so weiter gehen.

Welchen Spieler hätte deine Mannschaft in der Pause lieber nicht abgegeben?

Takashi Usami? Ich weiß, er hat wenig gezeigt bei uns. Doch er hatte auch kaum eine Chance bei uns. Mir wäre ja die Lösung der Verpflichtung mit anschließender Ausleihe Usamis lieber gewesen. Aber mich fragt ja keiner.

Welchen Spieler hätte deine Mannschaft besser verkaufen sollen?

Den letztjährigen Arjen Robben. Sollte da ein “neuer” Robben in dieser Saison auftauchen, habe ich es natürlich immer gesagt, dass wir ihn behalten müssen. Robben steht definitiv in der Bringschuld.

Wen hätte deine Mannschaft diese Sai­son lieber NICHT gekauft?

Claudio Pizarro? Ach Scheißendreck. Der kam ja Ablösefrei aus Bremen. Ist auch immerhin eine “nette” Alternative. Also eigentlich bin ich zufrieden mit den Transfers. Gab Jahre, da konnte man klagen. Dieses Jahr eher weniger.

Wer von den neuen Spiel­ern wird deiner Mannschaft am besten helfen?

Alle gemeinsam! Vermutlich wird Mario Mandzukic der wichtigste Part sein. Denke ich zumindest. Gibt ordentlich Druck auf Mario Gomez auf, hat mir im Supercup sehr gut gefallen. Scheint unser Spiel variabler zu machen. Könnte böse für “Schnucki” werden, aber das Wohl der Mannschaft steht im Vordergrund.

Wie wirst du in dieser Sai­son deine Mannschaft unterstützen?

So wie die letzten Jahre. Aus Ganzem Herzen. Mehr ist nicht möglich!

Wie find­est du das neue Trikot Deiner Mannschaft?

InfraUglyist doch eine hübsche Farbe. Darüber kann ich gar nicht so viel klagen, wie ich wollte. So was absurdes hat bei uns wer verbrochen? Der sollte sich schleunigst die Laufstöcke in die Hände kleben und laufen ;-) .

Welcher Stürmer wird die Tor­jägerkanone holen?

Hm. Mir eigentlich egal, solange wir die meisten Punkte in der Tabelle haben. Würde mich aber freuen, wenn es einer aus München sein sollte. Gomez oder Mandzukic. Oder wer sich sonst so anbietet.

Welcher Trainer wird als erstes gefeuert?

Felix Magath. Nach dem Spiel gegen den FC Bayern München. Also sehr bald. Und warum? Weil ich gesagt habe, ich bin beim letzten Spiel von Magath für den VfL im Stadion.

Welche Mannschaft wird das erste Tor der Sai­son schießen?

Blöde Frage oder? Vermutlich Bremen oder Dortmund. Erstere fände ich super. Vor allem wenn auf das Tor keines von Zweiterem folgt. Könnte ich mit leben.

Welche Mannschaften SOLLTEN absteigen?

Nürnberg. HSV. Der Rest ist mir eigentlich egal. Nürnberg ist halt Nürnberg, Hamburg darf endlich sein nerviges Dino-Gehabe verlieren.

Welche Mannschaft wird Meister?

FC Bayern München. Bin ich ein schlechter Fan, wenn ich leichte Zweifel daran heute hege? Von mir aus darf es auch Schalke endlich mal werden. Also eigentlich jeder, außer Dortmund. Running Gag wäre es natürlich, wenn 1899 Hoffenheim mit Tim “Ich möchte Champions League spielen” Wiese das packt. Alle, inklusive mir, fanden seine Ansagen natürlich lustig. Das zu packen wäre dann sehr, ihr wisst schon…

Wenn du nicht im Sta­dion bist, wo wirst du die Spiele sehen?

Im TV. Wo den auch sonst? Ich kann nicht ohne FC Bayern. Und Zusammenfassungen, Radio oder sonst was ist nicht meine Welt.

Wie sehr ver­misst du die Bun­desliga auf einer Skala von 1 bis 10 – wobei bei 1 so ziem­lich keine Träne nach der Bun­desliga ver­drückt wird und 10 quasi bedeutet, dass du ern­ste Entzugser­schei­nun­gen hast?

3? Nach der verquirlten Scheiße zum Ende der letzten Saison habe ich die Bundesliga kaum bis wenig vermisst. Zudem kamen die olympischen Sommerspiele gerade recht. Darüber hinaus hat mich auch noch nicht mal die EURO 2012 wirklich interessiert.

Wird es eine span­nende Sai­son für Deine Mannschaft?

Nein. Nein. Bitte nicht. Ich brauche eine Fußballsaison ohne meine Nerven absterben zu sehen. Also bitte, seid nett zu mir und lasst uns einfach durchkommen. (ds)

8. Mai 2012
von xeniC
Keine Kommentare

Jogis vorläufiger Kader

Die Bundesliga ist vorbei und Jogi Löw hat seinen „vorläufigen“ Kader für die UEFA Europameisterschaft 2012 nominiert. 27 Spieler hat der Bundestrainer vorab nominiert, wovon spätestens am 29. Mai noch vier Spieler gestrichen werden für den endgültigen 23-köpfigen Kader zur EURO 2012.

Tor: Manuel Neuer, Tim Wiese, Ron-Robert Zieler, Marc-Andre ter Stegen

Jogi Löw entschied sich wegen der langen Abwesenheit Neuers erst einmal für vier Torhüter. Neben Neuer und Wiese, die das Flugticket sicher inne haben werden, wurden Zieler und ter Stegen nominiert. Zwei junge, aufstrebende Torhüter, die beide eine klasse Saison hinter sich haben. Ich sehe aber gewisse Vorteile bei Zieler, die eher in der „Erfahrung“ liegen. Zieler war bereits bei der Nationalmannschaft und hat auch bereits einen Einsatz zur Buche. Zudem gilt er schon länger als Löws Nummer 3 und zudem spielte er eine lange Europapokalsaison, die ter Stegen erst nächste Saison – hoffentlich ebenfalls lange – bevor steht.

Abwehr: Holger Badstuber, Jerome Boateng, Philipp Lahm, Mats Hummels, Marcel Schmelzer, Per Mertesacker, Benedikt Höwedes

Sieben Verteidiger wurden vom Bundestrainer nominiert. 3 vom FC Bayern, 2 von Borussia Dortmund. Dazu Per Mertesacker vom FC Arsenal und Benedikt Höwedes vom FC Schalke.

Für mich existiert in der Abwehr kein Streichkandidat. Da wir sowieso nur mit 2 „richtigen“ Außenverteidigern (Lahm und Schmelzer) die Reise antreten werden, ist es für mich nicht vorstellbar, dass einer der Innenverteidiger und „Notfall“-Außenverteidiger zu Hause bleiben soll. Dazu kommt mit Mertesacker jemand, der durch seine Erfahrung gebraucht wird.

Sollte Löw nicht von seiner Idee abweichen, Lahm auf der linken Seite einsetzen zu müssen, haben wir mit den zwei Außenverteidigern sogar nur zwei Linksverteidiger. Sollte es so kommen, dass Lahm nicht auf die rechte Seite verschoben wird, gibt es wohl zwischen Boateng und Höwedes ein Duell um den Außenverteidigerposten.

Angriff: Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, Thomas Müller, Mario Götze, Marco Reus, Sami Khedira, Mesut Özil, Lukas Podolski, Julian Draxler, Sven Bender, Lars Bender, Ilkay Gündogan, André Schürrle

Breites Aufgebot im Mittelfeld im vorläufigen Kader. Gleich 13 Spieler wurden nominiert. 8 Spieler davon sind für mich bereits bei der EURO 2012 dabei. Die Wackelkandidaten heißen Draxler, Bender & Bender, Gündogan und Schürrle.

Aufgrund der geringen Breite im Sturm bestehen große Chancen für Schürrle mit zur EURO zur dürfen. Gündogan und Draxler stehen bei mir ganz Dick auf der Streichliste. Zu „unerfahren“ und bisher auch noch keine wirklich große Rolle in der Nationalmannschaft gespielt. Den ersten und bisher einzigen Einsatz Gündogans würde ich eher als Sicherung für den DFB sehen, ehe er doch noch für die Türkei spielt.

Dann bleibt noch ein Duell der Bender-Twins übrig. Hier muss ich ganz ehrlich sagen, wüsste ich nicht, welchen Bender ich nicht mitnehmen würde. Verfassungstechnisch spricht vieles gegen Dortmunds Sven, aber als amtierender Meister setz er vielleicht bei einer EURO dann noch ein paar mehr Prozente ein, als sein Bruder.

Angriff: Mario Gomez, Miroslav Klose, Cacau

Drei nominelle Stürmer wurden nominiert. Gomez und Klose überraschen nicht wirklich. Die Nominierung von Cacau dagegen doch schon sehr deutlich. Die Erklärung von Löw auf der Pressekonferenz warum er für Cacau war und nicht für bspw. Helmes. Cacau ist die bessere Ergänzung im Spiel nach vorne. Ein Patrick Helmes ist eher der Konterstürmer.

Sollte Jogi Löw mit beiden Bender planen, ist Cacau ein Streichkandidat. Würde die nominellen Stürmer zwar auf 2 reduzieren, aber das ist auch nur eine Sichtweise von vielen. Sowohl Poldi, Reus, Müller als auch Schürrle können im Zweifel immer im Sturm eingesetzt werden. Daher würde ein Duo Klose und Gomez tatsächlich vollkommen ausreichen bei einem 4231 System, wie es angeplant ist. (ds)

29. April 2012
von janosch
Keine Kommentare

Lieber in Schönheit sterben…

…als wie der FC Chelsea das Spiel zu zerstören. So oder so ähnlich dachte man wohl in Barcelona zumindest vor der Niederlage im Champions League Halbfinale. Doch halt, das Spiel ging doch unentschieden aus. Dennoch schrieben einige Medien davon, dass Barca verloren hat. Das allerdings ist natürlich falsch, 2:2 also mit einem Unentschieden.

Gepaart mit dem 1:0 Sieg Chelseas aus dem Hinspiel führt das natürlich um Ausscheiden Barcas. Verloren haben sie trotzdem nicht, sondern “nur” unentschieden gespielt. Und dabei unheimlich viele Chancen vergeben und dann noch der Elfer von Messi, tja. Ich persönlich muss zugeben, dass mich das Weiterkommen Chelseas gefreut hat. Denn so bleibt der Mythos bestehen, dass die Champions League nicht zu verteidigen ist.

Im Vorfeld des Spiels sagte unter anderem Xavi, dass man sein Spiel nicht umstellen werde sondern am “tiqui-taca” festhält. Scheinbar etwas das sich gerächt hat. Ich möchte hier auch keine tiefgehende taktische Analyse starten. Es war aber doch eindeutig sichtbar, dass man sich an diesem Abend nur sehr schwer ins Tor von Chelsea kombinieren konnte.

Barca fehlte ein richtiger Brecher, beispielsweise einer vom Schlage Drogbas. Vor oder kurz nach dem Clasico las ich einen Tweet indem der Verfasser davon überzeugt war, dass man das Spiel mit Ibrahimovic hätte gewinnen können. Mit Sicherheit kein komplett falscher Gedanke.

Tatsächlich passen beide genannten (Weltklasse)-Stürmer für mich nicht ins Barca Spiel. Dazu sind beide zu sehr auf ihre Positionen fixiert und im reinen Passspiel auch doch zu limitiert. Man muss natürlich auch dagegen halten, dass nicht jede Mannschaft in der Defensive so massiert steht und stehen kann wie Chelsea das gestern getan hat.
Die taktische Disziplin beim Verteidigen war enorm hoch. Insbesondere Drogba hat einen (unerwartet) guten Linksverteidiger abgegeben.

In der Schlußphase mussten sogar Keita und Puyol in der Offensive herhalten und wurden hoch angespielt. Gegen die zumeist sehr athletischen Mannschaften in Europa sind die Barca Spieler auf so engem Raum eben körperlich im Nachteil. Während sie sonst durch die Fähigkeit jederzeit das Spiel zu lesen und somit auch zu bestimmen nahezu jeden Gegner an die Wand spielen konnten. Scheinbar ist es doch so einfach Barca zu knacken. Oder wurde die Mannschaft nur in einer Schwächephase erwischt?

Auf jedenfall scheint die Niederlage auch Pep Guardiola getroffen haben. Über die Jahre wurd ja immer spekuliert wann er und ob er abtritt. Diesmal ist es definitiv der Fall. In den letzten Monaten hat er seine Idee, dass man fast ausschließlich Mittelfeldspieler aufstellt sehr auf die Spitze getrieben. Vielleicht zuviel. Vielleicht war das auch seine Art zu sagen, dass nun eine Veränderung kommen muss. Allerdings wird es keine Veränderung von Außen werden. Gespannt darf man aber sein ob Tito Vilanova den FC Barcelona wieder schön auferstehen lässt. (jk)

28. April 2012
von xeniC
Keine Kommentare

Gelbsperren ein sinnvolles Konzept?

Am 19. Mai werden beim Finale der UEFA Champions League je 3 Spieler der beiden Teams Aufgrund von der 3. oder 5. gelben Karte im gesamten Wettbewerb fehlen. Damit fehlen 6 tendenzielle Stammkräfte im wichtigsten Fußball-Klub-Spiel auf dem Erdball.

Das weder FIFA und UEFA das gerne sehen, zeigt die „Causa Ballack“. Richtig gehört. Der ehemalige Capitano der deutschen Nationalmannschaft hat für eine Reform bei Welt- und Europameisterschaften gesorgt. Unfreiwillig, versteht sich. Bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea erhielt Michael Ballack in der 71. Minute des Halbfinalspieles der Deutschen Mannschaft gegen Teilgastgeber Südkorea den gelben Karton. Es war die dritte gelbe im Turnier und somit war klar, dass Ballack bei Erreichen des Finales passen muss.

Einer der wichtigsten Spieler konnte das alles entscheidende Spiel nicht miterleben. Das möchte weder FIFA noch UEFA gerne. Beide Verbände möchten in Finalspielen die besten Akteure beider Teams sehen. Darum kam die „Causa Ballack“ zu Stande und beide reagierten für kommende Turniere. Seit der EURO 2004 werden die gelben Karten vor dem Viertelfinale gelöscht. Damit ist es unmöglich, mit einer Gelbsperre im Finale auszufallen.

Die Neuregelung ist natürlich sinnvoll für die eigenen Interessen der FIFA und UEFA. Die besten Spieler sollen im Finale agieren. Niemand anderes. Ich halte sie aber nicht für fair. Man gibt den Spielern einen Freifahrtsschein, „unfairer“ zu handeln.

Andererseits kann man auch argumentieren, dass die Gelbsperre nur dem nächsten Gegner hilft und nicht in dem Spiel, in dem der Spieler diese erhält. Außer natürlich, dass er sich zurückhalten muss, da er sonst vom Feld gestellt werden kann.

Dazu kommt noch, dass jeder Schiedsrichter andere Maßstäbe zur Hand legt. Der eine gibt bei jedem taktischen Foulspiel den Karton, andere erst beim zweiten oder dritten. Einige versuchen die kommunikative Linie einzusetzen, andere werfen mit der gelben Karte nur so um sich.

Es ist eine Zwickmühle mit den gelben Karten und den daraus resultierenden Sperren. Würde man keine Sanktionen verhängen, hätte vermutlich schon ein Bernd Hollerbach in jedem Spiel die gelbe Pappe gesehen.

Trotzdem erscheinen mir Sperren resultierend aus zu vielen gelben Karten nicht als richtig und fördernd für das Spiel. In einer Liga mag das mit den Sperren ja noch vertretbar sein. Aber in Turnieren? Welt- und Europameisterschaften wie auch die Champions League sind besondere Sachen. Kein 0815-Alltag. Die besten sollten, zumindest sofern möglich, das Finale bestreiten. Das möchten nicht nur die Verbände, das möchte auch ich. Und vermutlich jeder andere auch. (ds)

25. April 2012
von xeniC
Keine Kommentare

Ausgeglichene Liga ein Nachteil in Europa?

Am Wochenende kürte sich Borussia Dortmund zum zweiten Mal in Folge zum Deutschen Meister. Außer dem FC Bayern München ist das in den letzten 10 Jahren niemanden mehr gelungen. Letztmalig vor den diesjährigen Borussen und den Bayern gelang es übrigens ebenfalls den Borussen aus Dortmund. 1994/95 und 1995/96 konnten die Dortmunder dieses „Kunststück“ meistern.

Diese kleine Statistik zeigt schon, dass die Bundesliga recht „ausgeglichen“ ist. Wenn man es denn so nennen möchte. Noch enger wird es, wenn man die Statistik seit 2000/01 anschaut. Der FC Bayern gewann den Titel seit dem 6-Mal, Borussia Dortmund immerhin 3-Mal. Danach folgen mit jeweils einem Titel Werder Bremen, VfB Stuttgart und VfL Wolfsburg. 5 verschiedene Meister in den letzten 12 Saisons sind schon grandios und spricht, für mich, für die Bundesliga.

Einige Vergleichszahlen gefälligst? In derselben Zeit in Spanien gab es gerade mal drei unterschiedliche Titelträger. Natürlich der FC Barcelona, Real Madrid und Valencia C.F., sogar zweimal. Sogar im Fußballimperium England sieht es nicht anders aus. Dort sind es mit Manchester United, Arsenal FC und Chelsea FC auch nur drei Unterschiedliche.

Wenn man sich nun die Sieger der letzten Jahre in UEFA Champions League und UEFA Europa League/UEFA Cup anschaut, fällt natürlich auch auf, dass Deutschlands letzter Titel aus 2000/01 stammt. Damals gewannen die Bayern gegen Valencia.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen einer unausgewogenen und ausgewogenen Liga im Vergleich zur internationalen Konkurrenz? Schwere Frage, ganz klar. Und ich weiß, dass ich sicherlich keine 100 %-ig richtige Lösung parat liegen habe. Aber in meinen Augen ist es gewiss kein Nachteil, dass die Bundesliga so viele Meister gehabt hat.

Bis auf die Spanier hat es nämlich auch, vielleicht noch die Italiener, niemand geschafft, regelmäßig Titel und Trophäen aus dem Internationalen Büro mit nach Hause zu bringen. Sogar das „Mutterland des Fußballs“, die Engländer, haben in dem Zeitraum von 2000/01 bis heute nur einen(!) Titel zur Buche stehen.

Es gibt also nicht wirklich einen Zusammenhang zwischen der Erfolgslosigkeit einzelner Länder im Blick auf die „innere Stärke“ der eigenen Liga. Es kann, ganz gewiss, einen Vorteil darstellen, wenn man auch in der heimischen Liga Woche für Woche Klasse beweisen muss. Selbstverständlich kann man das auch umdrehen und durch den Kakao ziehen. Woche für Woche die „harten“ Anstrengungen können natürlich auch Kräfte raubend sein.

Trotzdem bleibt es immer noch beim Duell zweier Mannschaft. Zweier Mannschaften die sich gegenseitig bezwingen müssen. Da kann, letztlich, die heimische Liga nicht viel mitspielen. Da ist es wichtig, auf den Punkt die Leistung zu bringen, die es bedarf um den Kontrahent auszustechen. Nichts anderes zählt da!

Für den Fan bleibt es aber schön, wenn sich mehrere Teams oder gar auch mal „Eintagsfliegen“ den Titel holen. Abwechslung macht jede Liga spannend und interessant. Weiter so, liebe Bundesliga! (ds)

16. April 2012
von xeniC
1 Kommentar

Mythos: Heimspiel im Rückspiel als Vorteil?

Am Dienstag und Mittwoch stehen die Hinspiele im Halbfinale der UEFA Champions League an. Der FC Bayern München muss zuerst in der heimischen Allianz Arena gegen Real Madrid ran. Ein Vor- oder doch ein Nachteil?

Statistisch gesehen ist das Ganze in der Tat ein Nachteil für das Team, welches im Rückspiel keinen Heimvorteil hat. Seit der Abschaffung der Zwischenrunde vor der Saison 2003/04 gab es in Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale 124 Duelle.

78 Sieger hatten in diesen 124 Duellen ihr Heimspiel im Rückspiel. Es scheint also einen Vorteil, zumindest, zahlentechnisch zu geben. Natürlich fehlt diesem Zahlenspiel eine gewisse Objektivität, da ich weder nach den eigentlichen Paarungen geschaut (Favoritenrolle?) habe noch nach den Gruppen, in denen sich die Teams letztlich durchgeboxt haben.

In Prozent ausgedrückt, hat Real einen 63 % Vorteil im Duell gegen Bayern. Das gleiche gilt natürlich für das zweite Halbfinale zwischen Chelsea FC und dem FC Barcelona. Dort hat Barça diesen „Vorteil“.

Hat der FC Bayern nun keine Chance in das Finale im heimischen Wohnzimmer einzuziehen? Zahlentechnisch spricht vieles für Real. Die vorhin schon genannte Prozentzahl von 63 % und im Vergleich gegen den FC Bayern steht es in diesen Duellen um die Entscheidung 4:4, wobei es lediglich jeweils den beiden nur einmal gelungen ist, bei einem Auswärtsrückspiel weiter zukommen.

Wobei eine Zahlenspielerei dann doch wieder für den FC Bayern spricht. Aus 8 Duellen hat nur 2x das Team gewonnen, das im zweiten Spiel reisen musste. Käme also der FC Bayern weiter, wären es 3 bei 9 Duellen. Man würde also in diesem Duell den ominösen 63 % näher kommen.

Nun gut. Zahlenspielereien hin oder her. Duelle zwischen Vollprofis hängen eigentlich nicht von irgendwelchen Zahlen ab.

Angenommen, man gewinnt vor heimischer Kulisse das Hinspiel, warum also, sollte es einen Nachteil darstellen, dann reisen zu müssen? Die Trümpfe liegen, meiner Meinung nach, ganz klar dann immer noch in der eigenen Hand und vielleicht sogar noch mehr. Vor heimischer Kulisse versucht der zurückliegende Gegner dann selbstverständlich von Beginn an entsprechend Druck auszuüben.

Ein Nachteil entsteht – wenn überhaupt – also nur, wenn man das Heimspiel verliert. Aber mal ehrlich, den Nachteil hat man auch, wenn man zuerst Auswärts ran muss und dort verliert. Man muss dann so oder so offensiver und risikoreicher an die Partie rangehen. Da kann es natürlich helfen, das zweite Spiel Zuhause austragen zu dürfen.

Ich persönlich halte es aber für irrelevant. In einem Spiel kann ich diesen Vorteil des Heimspieles ja noch sehen und verstehen, aber nicht in zwei Spielen. Wer gut ist, wird sich zwangsläufig durchsetzen, weil er in beiden Spielen sein Potenzial abruft. (ds)

13. April 2012
von janosch
Keine Kommentare

Europapokal – wer ist dabei?

Die letzten 4 Spieltage stehen bevor, die Meisterfrage scheint geklärt allerdings ist der Kampf um Platz 3 und die Euro-League Plätze noch völlig offen.
Bezüglich der direkten CL Qualifikation hat Schalke (noch) einen klaren Vorteil gegenüber Mönchengladbach, das kann sich nach der Mutter aller Derbies auch wieder ändern.

Wenn man in unserem Blog ein paar Einträge zurück gehen dann findet man xeniCs Blick in die Kristallkugel. Da war das Rennen um die UEL Plätze noch genauso offen wie jetzt. In der Prognose konnte Hoffenheim den begehrten 7. Platz ergattern der dieses Jahr definitiv berechtigt an der Qualifikation zur Euro League teilzunehmen. Rein rechnerisch hätten sogar noch Freiburg, Nürnberg (beide 35 Punkte) oder Mainz (36 Punkte) die Chance auf den 7. Platz. Realistisch ist das freilich nicht.

Aktuell sehe ich die aktuell auf den Plätzen 5-7 rangierenden Mannschaften eindeutig in der Favoritenrolle auf die begehrten Plätze. Allerdings sind Bremen, Hoffenheim und Wolfsburg noch immer in Schlagdistanz. Es trennen sie gerade mal 2 Punkte (Bremen) bzw. 4 Punkte vom 7. Platz den aktuell Hannover 96 belegt. Auch hier kann ich wieder an einen Artikel von xeniC anknüpfen (herrlich!). Aufgrund der tollen Europapokal-Saison und auch dem Verlauf in der Liga hat es Hannover definitiv verdient sich erneut die Möglichkeit auf die Euro League offen zu halten.
Stuttgart hat eine unheimlich tolle Rückrunde gespielt und auch eine sehr schlagkräftige Mannschaft aufstellen können. Ich bin mal gespannt ob sich Spieler wie Kuzmanovic zum Bleiben entschließen oder dem Verein doch den Rücken kehren.
Leverkusen? Tja, Leverkusen (aka Lederbusen aka Vizekusen) ist als selbsternannter Meisterschaftskandidat gestartet und hat mittlerweile sogar den Trainer gewechselt. Vom Selbstverständnis muss Leverkusen also mindestens in der Euro League spielen. Ob das so kommt? Da bin ich mir nicht sicher.

Gerade wenn man sich das Restprogramm der 3 genannten Mannschaften anschaut ist da noch gar nichts entschieden. Stuttgart hat zwar nur den “direkten” Konkurrenten Werder Bremen (heute abend) im Restprogramm muss aber auch noch gegen die Bayern spielen.
Leverkusen muss beispielsweise gegen Hannover und Hoffenheim ran. Das “Topspiel” für die Hannoveraner haben wir damit geklärt ansonsten scheint das Restprogramm mit Hamburg, Freiburg und Lautern sehr gediegen. Als Hannoveraner würde ich mich tendentiell auf die EL-Quali einstellen.

Von den Verfolgern wird Werder Bremen vor die schwierigsten Aufgaben gestellt. Stuttgart habe ich bereits oben als Gegner genannt und ansonsten waren noch die Bayern, Wolfsburg und Schalke. In der aktuellen Situation kann die Mannschaft leicht jedes dieser Spiele verlieren.
Hoffenheim erwartet noch Freiburg, Leverkusen, Nürnberg und die Hertha. Von den Verfolgern vermeintlich das leichteste Programm.
Denn Wolfsburg muss gegen Augsburg, Mainz, Bremen und Stuttgart ran. Da sind gleich 2 EL Aspiranten unter den Gegnern und vor allem der FC Augsburg, die auch eine richtig starke Rückrunde spielen.

Mein Tipp ist, dass Stuttgart, Leverkusen und Hannover in dieser Reihenfolge die Plätze 5-7 belegen werden. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

Bezüglich des 3. Platzes habe ich eine klare Präferenz, diese nennt sich Borussia Mönchengladbach. Das liegt aber nicht daran, dass ich den BVB mag und im Umkehrschluss Schalke hasse. Nein, der Grund ist sehr viel pragmatischer. Gladbach hat in den letzten Jahren wieviele Punkte in der UEFA Vereinsrangliste sammeln dürfen? Genau! Im Falle eines Qualifikationsspiels könnte BMG ein Hammergegner drohen und sie damit vor ordentliche Probleme stellen.

Schalke hat die letzten Jahre international immer ordentlich bis sehr gut mithalten können, man erinnere sich nur an die Viertelfinalspiele gegen Inter Mailand. Etwaige Gegner wären damir wohl nicht besonders stark. Natürlich darf man den Gegner weder unterschätzen noch sich selber überschätzen, siehe Mainz zu Beginn der Saison. Ich bin nämlich klar für 4 deutsche Starter in der CL. Denn nur so wird die Bundesliga international wieder mehr Zuspruch finden und kann somit Märkte generieren. Das bedeutet dann auch wieder mehr Umsatz etc. Also genau das, was die Führung eines gewissen Clubs über die Jahre fordert. (jk)

11. April 2012
von janosch
Keine Kommentare

Glasknochenmänner und wie man mit ihnen umgehen könnte

Seit gestern Abend ist es also fix. Mario Götze wird nicht im Kader des BVB beim Spitzenspiel gegen den FC Bayern stehen. Eine richtige Entscheidung wie ich finde, denn man sollte nicht den kurzfristigen Erfolg einer Mannschaft über die Gesundheit eines einzelnen Spielers stellen. Fraglich ist auch ob Mario Götze der Mannschaft hätte helfen können.
Nach einer 4-monatigen Verletzungspause ist es aus meiner Sicht ohnehin sinnvoller ihn für die EM fit zu machen. Der BVB konnte schließlich auch ohne ihn erfolgreich spielen.
Ein gutes Beispiel für einen verletzunganfälligen Spieler der, während seiner Karriere, eben selten die nötigen Ruhepausen bekam ist Arjen Robben. Seines Zeichens Superstar beim oben genannten FC Bayern. Endlich hat er einen Club gefunden, der ihn nicht verheizt sondern, wenn nötig, schont. Auch gegen seinen Willen. Und wie wir wissen ist der bei Arjen Robben sehr stark.

Erinnern wir uns an den Sommer 2010, weil er wollte und die Niederländer ihn gelassen haben durfte er die WM spielen. Resultat war ein Loch im Muskel mit entsprechenden Folgeverletzungen wobei ich hier im Detail nicht darauf eingehen möchte. Sein Verein musste daraufhin über mehrere Monate auf ihn verzichten und es gab böses Blut zwischen den Bayern und dem niederländischen Verband.

Die Vereine sind der Meinung, dass die Nationalmannschaften Verantwortung für Spieler zeigen müssen. Denn die Spieler sind das Kapital der Clubs. Umgekehrt sollten das aber auch die Clubs tun. Die Bayern und der BVB sind da meiner Meinung nach Vereine die eben diese Verantwortung annehmen. Schließlich spielen bei beiden Vereinen viele deutsche Nationalspieler und als deutscher Verein sollte man auch ein Interesse an einem guten Abschneiden der Nationalmannschaft haben.
Es wird eben nicht auf Teufel komm raus wie in einigen europäischen Spitzenclubs versucht die Spieler fit zu bekommen. Vielleicht ist das auch wieder etwas Deutsches. Es wird eher auf Nachhaltigkeit gesetzt. Ehrlich gesagt ist das bei diesen Spielern auch das einzig sinnvolle. Denn diese Männer können Spiele entscheiden, allerdings müssen sie dazu nicht immer auf dem Platz stehen sondern dürfen auch mal Ruhepausen bekommen. Besonders gegen kleinere Gegner ist ein Einsatz nicht immer nötig. Warum also nicht jemanden aus der 2. Reihe bringen?

Dabei stehen deutschen Mannschaften oftmals die weniger breiten Kader und das hohe Leistungsgefälle im Weg. Die Bayern sind da auch wieder ein gutes Spiel, hinter Robben und Ribery kommt als sehr guter bis Weltklassespieler nur Thomas Müller und dann lange nichts. In England ist das anders, da können Teams ihre Spieler teilweise nahezu 1:1 ersetzen. Der BVB kann das auch, denn der Star ist das Kollektiv und die Spieler müssen sich ins Spielsystem einfügen.

Was könnte man also tun um die Kader breiter zu gestalten? Spieler kosten Geld und manch ein Edelreservist ist für ein höheres Gehalt eher bereit auf der Bank zu sitzen. Schaut man sich beispielsweise die Premier League an dann fällt auf, dass die englischen Clubs sehr viel größere Einnahmen generien können als deutsche Clubs.

Auch gibt es einfach mehr Spiele, denn in der Liga gibt es 20 statt 18 Mannschaften und es wird neben dem FA Cup noch ein Ligapokal gespielt. Pro Saison gibt es also wesentlich mehr Spiele und Rotationen sind somit einfacher möglich.
Mit mehr Spielen pro Saison könnte man als verletzungsanfälligen Spielern “mehr” Ruhepausen gönnen ohne, dass sie unzufrieden werden da sie trotzdem auf ihre Einsätze kommen. Ich schreibe bewusst “mehr” denn die Saison in England ist nur marginal länger als die in der Bundesliga.

Somit sind die Pausen de facto die selbe, vor allem da bei uns sehr wenige englische Wochen gespielt werden. Ob sich ein Arjen Robben damit zufrieden gäbe? Laut seinem Ex-Trainer Bernd Schuster möchte er ja immer spielen. Unterscheidet er sich damit von anderen Spielern? Wohl kaum und ein Robben könnte eher auf nationale Pokaleinsätze verzichten als auf die Bühne Bundesliga und die noch größere Bühne CL. Eine Idee wäre es möglicherweise Wert. (jk)

28. März 2012
von janosch
Keine Kommentare

Viel blabla, wenig Substanz

Es gibt ein Thema das mich schon seit langem umtreibt. Nein, eigentlich seit ich Fußball schaue und mündig genug bin um mir meine eigene Meinung zu bilden. Ich denke anhand der Überschrift und der beiden ersten Sätze kann man erahnen, dass es um die Protagonisten der TV Sender geht. Die Kommentatoren.

Ich bin wahrlich kein großer Freund der USA und empfinde vieles gerade im Sport als unnötige Zumutung. Insbesondere wenn ich daran denke, dass der Sport komplett durchkommerzialisiert wird. Die ständigen Werbeunterbrechungen beispielsweise. Eine Scheibe abschneiden können sich unsere TV Sender definitiv aber von der Berichterstattung. Wer einmal Sport auf einem amerikanischen Sender gesehen hat, der wird wissen was ich meine. Ich denke da nur an die NBA Finals zurück. Die Kommentatoren haben nicht nur ausnahmslos Ahnung und gehen voll mit, nein sie wirken dabei auch noch absolut seriös.

Deutsche Kommentatoren wirken entweder langweilig oder lächerlich. Ausnahmen gibt es wenige, eine ist Wolff-Christoph Fuss. Selten habe ich einen Kommentator gehört mit dem ich öfter einer Meinung war. Das ist natürlich kein Prädikat, denn meine Meinung ist mein subjektiver Eindruck. Dennoch gibt es eine wachsende Anzahl an Personen, die ihn ebenfalls für den besten deutschen Kommentator halten. Außerdem wird er regelmäßig für seine Leistungen ausgezeichnet.
Das soll allerdings keine Lobhudelei auf eine Einzel-Person werden.

Generell werden auch lieber Phrasen gedroschen als das Spiel wirklich zu kommentieren. Zuletzt im EL Spiel von Hannover gegen Lüttich sprach Erich Laaser vom “berühmten dritten Tor” und dem “noch berühmteren Deckel” den Hannover damit auf das Spiel machen konnte. Grausam! Natürlich denkt man daran, auch ich denke daran. Aber bevor ich das Phrasenschwein füttere (ACHTUNG PHRASE!) komme ich doch lieber mit etwas  Neuem, etwas Innovativem daher.
Die 11Freunde hat nach dem DFB Pokal Spiel des BVB gegen Fürth auch kein gutes Haar an Poschmann gelassen. Wer das nachlesen möchte kann das sehr gerne hier tun.

Den Klassiker hat der ARD-Kommentator Gerd Gottlob des DFB Pokal Spiels FC Bayern gegen Mönchengladbach gerissen, denn laut seiner Einschätzung war das Spiel taktisch geprägt. Für diese Erkenntnis sollte man ihn direkt mit der goldenen Stecknadel für den investigativsten Sportjournalisten belohnen. Solche Äußerungen hört man häufig dann, wenn ein Spiel 0:0 ausgeht oder es nur sehr wenig Torchancen gibt. Problematisch finde ich aber, was ist denn in Spielen die 2:1 ausgehen? Ist da keine Taktik gefragt? Ist Taktik nicht auch das Agieren und entsprechende Reagieren?

Oftmals driften Kommentatoren auch gerne darin ab einfach die Geschehnisse auf dem Platz nachzuerzählen. Genial mag man denken, allerdings nicht im Fernsehen. Und selbst die Größen der ARD Bundesligakonferenz erzählen im Radio eben nicht nur nach, sondern geben auch zusätzliche Informationen. Aber leider wollte ein Breuckmann nie im Fernsehen kommentieren, er wäre defintiv eine Bereicherung gewesen.

Ich frage mich auch ständig, wo sind die Nachwuchskommentatoren? Müssen wir auf ewig mit Rethy, Reif, Thurn und Taxis und wie sie alle heißen vorlieb nehmen? Ist Wolff Fuss nur ein einzelner Lichtblick? Was ist eigentlich mit Oliver Schmidt von der ZDF? Der hat ja mal gesagt, dass er persönlich nichts gegen Pyrotechnik im Stadion hat und wurde dafür zerissen. Bewusst ist er mir bei keinem Spiel mehr als Kommentator aufgefallen. Ich finde nämlich, dass der Mann durchaus Potential hat. Klar, auch bei ihm gibt es die Möglichkeit sich zu verbessern aber alles in allem kann ich nicht behaupten, dass mich sein Kommentar langweilt.

Nun, was kann man tun? Für mich ist eines der größten Probleme, dass die meisten Kommentatoren gar nicht wissen wohin in den 90 Minuten. Dieser Monolog scheint den meisten Kommentatoren eher ein Fluch zu sein. Daher finde ich es gut, dass Sky seit einiger Zeit auf Experten setzt. Man mag sich zwar an den Namen Effenberg und Lehman stören, aber so schlecht finde ich die beiden gar nicht. Jedenfalls lockern sie unheimlich auf.
Gerade Jens Lehmann bringt auch hin und wieder seine eigene Meinung ein und lässt sich nicht immer von seinem Gegenpart bedienen.

27. März 2012
von xeniC
1 Kommentar

Glaskugel: Thrilling Experience zum Saisonfinale

Regelmäßig zum Ende der Saison befrage auch ich dann immer mal gerne die „Glaskugel“. Oder wie es im Fußballerdeutsch gerne heißt: „Tabellenrechner“

Ausgangslage war natürlich gegeben. Der 27. Spieltag ist gerade abgeschlossen und Borussia Dortmund führt mit 5 Punkten Vorsprung vor dem FC Bayern München. Eine Interessante Konstellation, weil am 30. Spieltag der „Meisterkampf“ in eine neue Phase vordringen könnte. Das vielleicht schon entscheidende Spiel steht dann nämlich an. Der amtierende Meister empfängt den Rekordmeister zum Gipfeltreffen.

Sollte Borussia Dortmund das Spiel gewinnen, ist die Sache vermutlich endgültig gelaufen. 8 Punkte aufzuholen, machen wir uns nichts vor, ist in der kurzen Endphase der Bundesliga dann nicht mehr machbar. Kommt es aber anders und der FC Bayern gewinnt, ist natürlich alles. Meiner Meinung nach liegt derweil gar nicht so ein großer Unterschied in den Restprogrammen.

Restprogramme:
BVB: Stuttgart, Wolfsburg, Bayern, Schalke, Gladbach, Kaiserslautern, Freiburg
FCB: Nürnberg, Augsburg, Dortmund, Mainz, Bremen, Stuttgart, Köln

Kaum Unterschiede im Restprogramm. Der größte Unterschied ist eigentlich der, dass Dortmund gegen zwei Teams spielen muss, die sich direkt für die Champions League qualifizieren möchten. Der FC Bayern mischt sich in dieser Beziehung nicht mehr ein.

In meiner Prognose schlägt der FC Bayern den amtierenden Meister. Danach wird es ein kleiner Thriller. Dortmund spielt zweimal Unentschieden gegen Schalke und Mönchengladbach, Bayern spielt in Bremen auch nur 1:1. Was an den letzten zwei Spieltagen dafür sorgt, dass Dortmund auf einen Ausrutscher der Münchner hoffen muss. Was in meinem Fall natürlich, ganz ohne rosarote Brille, nicht passieren wird.

Aber nicht nur oben ist es bei mir spannend. Auch um den Relegationsplatz wird es ein heiteres Spielchen zwischen, falls ihr schon auf die Tabelle geschaut habt, Hamburg und Augsburg. Wirklich, jetzt. Schuld daran ist übrigens ausgerechnet der letzte Spieltag, an denen der Hamburger SV zum FC Augsburg reist.

Vor dem Spieltag ist noch der FCA auf dem Relegationsplatz, gewinnt aber ausgerechnet gegen den (noch) „Dino“ 1:0 und rettet sich somit direkt. Der HSV muss danach in der Relegation ran. Ich liebäugele ja bereits mit einem netten Duell gegen den FC St. Pauli.

Sollte meine Prognose tatsächlich so oder so ähnlich eintreten, wir bekommen ein sahniges Bundesliga-Finale serviert. Anschnallen, festhalten und genießen. (ds)