Aufreger der Woche…

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…oder wie der Hausmeister stellvertretend für die TSG 1899 Hoffenheim nicht verurteilt wurde.

Zur Erinnerung: Am 2. Spieltag der aktuellen Saison wurden die Dortmunder Auswärtsfahrer von einer hochtönigen Beschallungsanlage bei ihren (Schmäh-)Gesängen gestört. Einige Fans klagten danach sogar über einen Tinnitus. Wer sich nicht mehr daran erinnern kann, dem lege ich folgendes YouTube Video ans Herz. Unter anderem bei 2:58 und 4:03 lassen sich die Störgeräusche einwandfrei hören.

Angeblich war die Beschallungs-Anlage nach Gutachten nur 90 Dezibel laut. Der DFB stellte also fest, dass es nur ein geringfügiger Verstoß ist. Lärmschutz muss am Arbeitsplatz übrigens ab 85 Dezibel Lautstärke getragen werden, die 5 Dezibel mehr können also dem gemeinen Fußballfan nicht schaden? Aha!

Dazu übrigens auch ein Zitat von spielverlagerung.de:

Zum Vergleich: im Beruf muss ab 85 Dezibel Schallschutz getragen werden, der gemeine Fan schafft allerdings um die 110 Dezibel, die Dortmunder sind vermutlich noch lauter. Das Akustiksignal in Sinsheim musste somit etwa 125 Dezibel laut sein, was bedeutet, dass es lauter ist als ein Presslufthammer oder ein Kampfjet. Ab 120 Dezibel können bereits bei kurzfristiger Beschallung Gehörschäden entstehen, selbst zur Schmerzschwelle von 134 Dezibel ist es somit nicht mehr allzu weit – es gab auch eine Anzeige eines BVB-Fans, bei dem später Tinnitus festgestellt wurde.

Woher kommt also die offensichtliche Diskrepanz von 35 Dezibel? Bedeutet es, dass somit alle BVB Auswärtsfahrer gelogen haben oder eine verzerrte Wahrnehmung der Realität haben? Mitnichten, denn der DFB begründet sein Urteil unter anderem so: “Was man an der Sache schnell vergisst: Angefangen haben ja die Dortmunder mit ihren Schmähgesängen. Das war unfair. Das Verhalten des TSG-Mitarbeiters war eine Reaktion auf die Schmähgesänge.”

Aha!

Es ist also vollkommen okay unfair auf solche Gesänge zu reagieren, die in meinen Augen einfach zum Fußball dazu gehören. Ich denke gute Beispiele für Schmähgesänge sind Schiedsrichter oder Personen wie Uli Hoeneß. Jeder Schiedsrichter und auch eben Würstchen-Uli werden gerne in Gesängen verschmäht. Beschwert hat sich aber noch niemand und bisher hat der DFB auch nie ein Verfahren deswegen eröffnet oder Vereine bestraft. Aber wenn die Schmähgesänge nun so schlimm sind, dann muss der DFB in Zukunft auch an jedem Spieltag der 1. Liga 17 Verfahren eröffnen, denn Hoffenheim lassen wir mal raus, da gibts keine Schmähgesänge. Gibts in Hoffenheim überhaupt Gesänge? Achja doch, die “Fans” haben sich ja letztens noch mit Stani solidarisiert, aber leider haben die auch keine Chance gegen den großen Hoppo.

 

Für mich persönlich gibt es auch noch einen zweiten Aufrege der Woche, nämlich wie Jermaine Jones nun versucht sich als Opfer einer Hetzjagd zu inszenieren. Unter anderem auf 11freunde.de und bei kicker.de. Der Mann spricht davon, dass er den Fehler bedauert, aber sich im gleichen Atemzug als Opfer darzustellen ist für mich reinste Heuchelei. Vielleicht sollte er in Zukunft einfach probieren einen Moment nachzudenken? Aber wer sich, nachdem man sich u.a. über die Website als Bad-Boy inszeniert hat, nun darüber beschwert ein Bad-Boy zu sein…. Scheinbar sind die harten Jungs von der Straße im Kern doch nur Warmduscher und Dackel-in-Gefahr-auf-den-Arm-nehmer.

Bietet sich da jemand bei Hoffenheim an? Schließlich hat er ja im Grunde nur reagiert, also mit dem Tritt wollte er eben verhindern, dass Schalke verliert. Klar, klar…

Wer sich den Tritt nochmal anschauen möchte:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=lUiHTOL01DA

(jk)

Autor: janosch

Hält zu den großen Schwarz-Gelben des Westens, rettet regelmäßig die WLAN-Welt, wünscht sich Fußball ohne Schauspielerei und ist für jeden Mist zu haben.

2 Kommentare

  1. Ich tue mich etwas schwer mit der Causa Hoffenheim-Dortmund. Ich sehe es eigentlich bloß als eine eklige Eskalationsstufe dieses ewigen Streits. Was sich mir schon seit Jahren grundsätzlich nicht erschließt: Warum müssen sich die tollen Fans aus Dortmund denn als Retter des deutschen Fußballs aufspielen und fahren seit 2008 solche schweren Geschütze gegen Hopp & Co. auf? Man kann ja mal dagegen protestieren oder auch mal Schmähgesänge loslassen, aber dieser übertriebene Hass ist schon etwas eigenartig. Dass die Gegenseite das nicht einfach so hinnimmt ist klar. Die “Schall-Affäre” ist natürlich richtig albern, sowohl die Aktion des Hausmeisters an sich, das große Mimimi der Dortmunder danach und auch das Urteil jetzt ist ein Witz.
    Es wäre das beste für alle, wenn sich die Gemüter einfach mal beruhigen würden und die BVB-Fans Hoffenheim einfach ignorieren würden. Damit wäre allen geholfen.

  2. Da gebe ich dir Recht, das haben die BVB Fans eigentlich nicht nötig. Vielleicht ist der Hass gegen Hoffenheim auch nur der gekränkter Stolz weil die Bilanz so schlecht ist.
    Ich finde es aber eben auch absolut nicht in Ordnung, dass man versucht Fans mit solchen Methoden mundtot zu machen.

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